Kaguya Houraisan war einst die Prinzessin der Lunarier, einer Menschenrasse, die den Mond bewohnt. Sie wurde vor über tausend Jahren ins Exil zur Erde geschickt, da sie verbotenerweise das Hourai-Elixir getrunken hatte, um Unsterblichkeit zu erlangen. Als sie eines Tages auf der Erde ankam, wurde sie von einem Bambusschneider gefunden und blieb unter den Menschen, die sie einst verachtet hatte. Auch, wenn die Lunarier die Menschen mit Argwohn betrachteten, begann Kaguya mit der Zeit, ihre neue Heimat zu lieben. Geschichten über ihre überirdische Schönheit führten Männer aus dem ganzen Land zu ihr, um um ihre Hand anzuhalten, darunter auch Fujiwara no Mokous Vater. Allerdings konnte niemand erfolgreich ihre Fünf Unerfüllbaren Aufgaben lösen.
Die erste bestand darin, ihr Buddhas Steinschüssel aus Indien zu bringen. Die zweite war es, einen juwelenbesetzten Zweig von der Insel des Hourai-Berges mitzubringen. Die dritte lag darin, die legendäre Robe der Feuerratte von China zu suchen. Als viertes musste man ein buntes Juwel vom Hals eines Drachen erhalten. Die letzte Aufgabe war, die legendäre, von einer Schwalbe geborenen Kaurischnecke zu finden. Wie in der letzten Stage von IN aufgedeckt wurde, befanden sich diese mächtigen Schätze allerdings bereits in Kaguyas Besitz.
Nach Jahren im Exil kamen mächtige Gesandte vom Mond; Kaguya war vergeben worden und man hatte beschlossen, dass sie zum Mond zurückkehren sollte. Kaguya allerdings hatte das Leben auf der Erde lieben gelernt und verspürte keineswegs den Wunsch, auf ewig zur Hauptstadt des Mondes zurückzukehren. Mithilfe ihrer Freundin Eirin Yagokoro entkam Kaguya den Gesandten und floh nach Gensokyo. In einem alten Herrenhaus tief in einem Bambushain versteckt fanden die beiden Lunarierinnen ein neues Exil. Nach mehreren Jahrhunderten der Einsamkeit traf sie eines Tages Mokou, die ebenfalls das Hourai-Elixir zu sich genommen hatte, und sie setzten ihre Fehde fort, indem sie sich nahezu tagtäglich gegenseitig umbrachten.
Während IN wurde Kaguya zusammen mit dem echten Mond von Eirin in einem Geheimgang versteckt gehalten, damit die Lunarier, die ausgesandt wurden, um Reisen zurückzuholen, sie nicht finden würden. Die Protagonistinnen von IN entdeckten sie dennoch und forderten sie dazu heraus, den Vollmond nach Gensokyo zurückzubringen. Nach ihrer Niederlage entfesselte Kaguya ihre Kräfte der Ewigkeit in einem Akt der Verzweiflung, um den Zauber der unvergänglichen Nacht , den die Protagonistinnen gesprochen hatten, zu brechen. Schließlich gab sie nach und der wahre Mond wurde zurückgewonnen.
Sie verlebt nun die Tage in Eientei. Manchmal stellt sie die Schätze der Lunarier zur Schau, damit die Bewohner Gensokyos sie bewundern können. Die lange Zeit der Abgeschiedenheit hat sie einsam werden lassen, weshalb sie es nun genießt, ihren etwaigen Besuchern Geschichten zu erzählen.
Konzept
Name
Wörtlich übersetzt bedeutet Kaguya "leuchtende Nacht", Houraisan bedeutet "Berg Hourai", ein Berg, der Auch in der Sage der Kaguya-hime vorkommt.
Ursprung
Kaguya ist an die japanische Sagengestalt Kaguya-Hime angelehnt. Diese wurde vom Mond verbannt und von einem Bambusschneider (daher "Flight of the Bamboo Cutter") aufgezogen. Als sie älter wurde, verliebten sich viele Männer in sie, und den 5 Geduldigsten stellte sie eine unlösbare Aufgabe. Diese Aufgaben werden in Kaguyas Spellcards aufgegriffen. Außerdem kommt in diesen Aufgaben ein Zweig aus Kristall vor, sowie der Berg Hourai. In einer anderen Sage wird erzählt, dass die Einwohner des Berges ein Unsterblichkeitselixier besitzen.
Spezies: Lunarier
Fähigkeit: Manipulation der Ewigkeit
Kaguya wurde im Königshaus des Mondes geboren und als Prinzessin verwöhnt.
Deswegen wurde sie sehr egoistisch... aber ein Skandal veränderte ihr Leben.
Sie brachte Eirin dazu, das Hourai-Elixier herzustellen - eine verbotene Medizin -
und trank es aus reinem Eigennutz.
Das Verbrechen wurde bald bemerkt und sie wurde bestraft.
Jedoch hatte Kaguya die Fähigkeit der Ewigkeit, und so wurde sie nach jeder Hinrichtung wiederbelebt. Anstelle sie weiter zu töten, wurde sie auf die Erde verbannt und musste als Strafe mit niederen Menschen leben. Kurz darauf wurde sie von einem Menschenmann gefunden, und sie begann ihr Leben als Kaguya-Hime...
——
Kaguya ist eine ehemalige Lunarierin, die vom Mond verbannt wurde. Sie genoss ihr Leben auf der Erde ohne Probleme, aber als Gerüchte über ihre Schönheit aufkamen, fing sie an, sich schlecht darüber zu fühlen.
Ein paar Jahre später wurde ihr erlaubt, zum Mond zurückzukehren, aber sie wollte nicht.
Sie hatte angefangen, sich mit den Menschen auf der Erde anzufreunden,
was viel emotionaler war als das Leben auf dem Mond. Jedoch war das Leben auf der Erde schmutzig und brachte auch seine Probleme mit sich.
Sie war hin und hergerissen zwischen Mond und Erde... dann fand sie ein bekanntes Gesicht zwischen den Botschaftern. Es war Eirin.
Eirin hatte Mitleid mit Kaguya, weil sie nicht bestraft worden war, obwohl sie es doch war, die das Elixier gemacht hatte. Ihr Wunsch nach Erlösung war so stark, dass sie bereit war, alles dafür zu tun, und so beschloss sie, bei Kaguya auf der Erde zu bleiben.
Eirin hinterging die anderen und half Kaguya bei der Flucht. Die beiden begannen ein Leben an einem abgelegenen Ort. Es war so abgelegen, dass dort sogar Youkai lebten...
——
Eine lange Zeit ist seitdem vergangen.
Der Mond sendete keine Botschafter mehr, um sie zu fangen; sie hatten ihre Vergangenheit hinter sich gelassen und lebten in Frieden.
Eines Tages passierte etwas, was sie zurückdenken ließ.
Es war fast ein Jahrhundert vergangen, seit Gensokyo versiegelt worden war. Sie hatten leise gelebt, ohne jemanden zu treffen. An diesem Tag kam ein Kaninchen zu ihnen nach Hause. Sie behauptete, sie sei ein Mondhase, der nach Gensokyo gekommen war, einem Ort, wo Nicht-Menschen leben.
Sie sagte dann, "Menschen nehmen den Mond ein, und es ist fast unmöglich für Lunarier geworden, dort zu leben. Diese Menschen haben eine Flagge in aufgestellt und tuen so, als würde der Mond ihnen gehören".
Das Kaninchen war aus der Front des Krieges geflohen und hatte ihre Freunde zurückgelassen...
Kaguya erinnerte sich, dass sie vor langer Zeit auch ein Lunarier gewesen war.
Menschen nehmen den Mond ein?
Das ist lächerlich...
Aber das Kaninchen schien die Wahrheit zu erzählen.
So erlaubten sie dem armen Häschen - Reisen - bei ihnen zu leben.
Ein paar Jahrzehnte sind seitdem vergangen.
Kaguya, Eirin und Reisen genossen ihr leben in Gensokyo.
Gensokyo machte jeden friedlich... es war wie ein Paradies.
An einer Nacht bei Vollmond erhielt Reisen eine Nachricht von den überlebenden Mondhasen. (Mondhasen haben eine Art telepathische Begabung und können sich über große Entfernung unterhalten.)
Es hieß:
"Diese Menschen beuten die Kraft des Mondes aus und wollen eine Basis hier bauen.
Wir haben versucht, in friedlicher Koexistenz mit ihnen zu leben, aber sie hören uns nicht zu.
Es ist, wie gegen eine Wand zu sprechen."
"Wir haben beschlossen, ihnen den totalen Krieg zu erklären.
Krieg scheint genau nach ihrem Geschmack zu sein... ihre modernen Waffen sind weitaus besser als erwartet.
Aber sei beruhigt, wir haben das Wissen und die Würde aus einem Jahrtausend Geschichte...
Wir werden niemals verlieren."
"Liebe Reisen, ein Krieg wird bald beginnen.
Bitte komm zurück und kämpfe an unserer Seite."
"Außerdem, bitte richte den Menschen, mit denen du lebst, aus...
das wir am nächsten Vollmond kommen und sie zurückholen.
Ablehnung wird nicht geduldet."
Reisen erzählte ihnen, dass sie zum Mond zurückkehren musste, aber...
Kaguya und Eirin waren ebenfalls Lunarier.
Kaguya erinnerte sich an ihre Vergangenheit.
Eine Vergangenheit voller Unschuld.
Ein Leben zusammen mit Menschen.
Ein Gedächtnis aus Morden und Flucht.
Kaguya hatte ein Gespräch mit Eirin, bei dem sie entschieden, dass sie Reisen verteidigen.
Aber wenn sie die Gesandten töteten, müssten sie sich für lange Zeit verstecken.
Wenn es nur einen Weg gäbe, sie davon abzuhalten, zu ihnen zu gelangen,
dann müssten sie sich nie wieder vor ihnen verstecken.
Gerade als Kaguya fertig gesprochen hatte, wusste Eirin schon eine Lösung.
"Wenn wir der Erde den Vollmond wegnehmen,
dann wird der Weg zwischen Mond und Erde unterbrochen sein.
Denn nur bei Vollmond haben sie die Möglichkeit, hierher zu kommen.
Darum schauen Lunarier auch nur an Vollmond hier vorbei.
Wenn wir den Vollmond verderben...
Dann wird die Erde eine große, versiegelte Kammer."
Daraufhin versteckten sie den Vollmond vor der Erde,
indem sie ihn durch einen falschen ersetzten, der niemals voll wird.
Es war nicht mehr möglich, zwischen der Erde und dem Mond hin und herzureisen.
Ihr einziger Fehler war es, die Kraft von Gensokyos Eingeborenen zu unterschätzen,
die die Kraft des Mondes brauchen...
Am Ende schafften es die Youkai und Menschen, den falschen Mond zu entzaubern.
Aber das war nicht das Problem... Gensokyo hatte Bereits die Hakurei-Grenze,
also hätten die Lunarier hier eh nicht hinkommen können.
Kaguya, Eirin und Reisen haben aufgehört, sich zu verstecken und leben nun in Eientei.
Was war also das Ergebnis des Mondkrieges?
Das interessierte Kaguya nicht mehr;
Gensokyo ist jetzt ihr zu Hause...